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Auszubildungs-Blog - Wissenswertes für Entscheider in der Ausbildung Ausbilder

Azubis sind NICHT unverschämt, sondern nur unsicher

Tipps für Ausbilder

Sie haben das Gefühl, Auszubildende werden immer unverschämter? Ich erlebe die neue Generation als unsicher. Merkwürdige Verhaltensweisen fallen vor allem der älteren Generation auf. Diese werden dann oft als unverschämtes oder unhöfliches Verhalten abgetan.

Nicht unverschämt, sondern unsicher

So habe ich letztens erst die folgende Situation geschildert bekommen:

Die Personalleiterin spricht in ihrem Büro mit dem CEO. Der Auszubildende kommt rein und stellt sich daneben. Aus seiner Sicht hat er eine drängende Frage an seine Chefin und wartet höflich, bis diese bemerkt, dass er wartet. Die Personalleiterin ist genervt und schämt sich für die unsensible Störung ihres Gesprächs. Der Geschäftsführer ist belustigt (manchmal auch ungehalten), vor allem als er hört, um welche Banalität es geht, bzw., dass die Antwort durchaus Zeit gehabt hätte. Nur eben nicht aus Sicht des Auszubildenden, der dies anders eingeschätzt hatte.

 

Unsicher, was ist richtig

Wann darf ich stören? Wie verhalte ich mich höflich? Keine Fehler machen, das beschäftigt die meisten jungen Menschen in unseren Workshops. Gleichzeitig fehlt ihnen der Weitblick, in einer solchen Situation die beobachtende Meta-Rolle einzunehmen. Sie wollen nicht unverschämt oder unhöflich sein. Ganz im Gegenteil!

Meist erarbeiten wir gemeinsam, welche Dringlichkeit und welche Wichtigkeit und für wen das Thema Relevanz hat und ob es eine Störung rechtfertigt.

Diese Situation spielen wir in den Azubi- Trainings häufig durch.

Tatsächlich sorgen solche Praxisbeispiele dazu, dass den Auszubildenden das angemessene Benehmen und dessen Wirkung beigebracht werden kann. Nicht zuletzt deshalb boomen unsere Azubi-Knigge-Seminare.

 

Azubi-Knigge-Seminar für mehr Sicherheit

Selbstverständlich dürfen Sie uns dafür gerne buchen. Allerdings ist es damit aus unserer Sicht nicht getan. Wir gehen das Thema ganzheitlich und nachhaltig an.

Die weitere Vorgehensweise:

die Ausbilder und Ausbildungsbeauftragten werden in einem Kick-Off-Workshop nach dem Verhalten in verschiedenen Situationen befragt. Außerdem erarbeiten wir, welche Erwartungen von den Ausbildern oder vom Unternehmen an die Auszubildenden gestellt werden. Häufig gibt es Diskussionen zu verschiedenen Themen, wie z.B. das Duzen und Siezen oder auch die Vorgehensweisen mit Konsequenzen. Lauter Inhalte, die in dieser Runde durchdacht werden.

Im Ergebnis steht ein gemeinsames, einheitliches Vorgehen, welches auch die Ausbilder vorleben.

Mit den definierten Inhalten können wir konkrete Vorgaben mit den Auszubildenden erarbeiten. Gleichzeitig wissen die Ausbilder, was sie nachhalten und erwarten können.

 

Rollenspiele helfen bei Unsicherheit

In den Seminaren kommen die unterschiedlichsten Fragen der Azubis und Studierenden auf. Meist dreht es sich um das Verhalten den Ausbildern oder Mitarbeitern in den Abteilungen gegenüber. Die jungen Mitarbeitenden sind häufig locker und freundschaftlich im Umgang. Von Auszubildenden wird dann manchmal die scheinbare persönliche Nähe missverstanden. Oft fehlt die Distanz, die sich durch die Arbeitssituation ergeben sollte. Wieder ein Fall für weitere Unsicherheiten. Diese lösen wir in Rollenspielen auf. Die Auszubildenden verstehen sofort, welche Wirkung ihr oft „schrägen“ Aktionen verursachen.

So spielen wir die Situation von oben einmal im Azubi-Training durch und besprechen die Wirkung vom direkten Danebenstehen. Sofort kommen die Jugendlichen darauf, dass das wie Lauschen aussieht. Das will der Azubi natürlich überhaupt nicht. Wir verstärken die Situation dann ins Groteske und die „Peinlichkeit“ löst sich auf.

Wer einmal über sich gelacht hat, wird sich leichter verzeihen. Und es kommt in dieser Art nicht mehr vor. Bei diesem Azubi nicht – und auch nicht bei den anderen.

 

Kontinuität

Sinnvoll ist vor allem die Nachhaltigkeit im Unternehmen. Das Vorleben der Umgangsformen, nicht nur von den Ausbildern und Führungskräften, sondern möglichst von allen Kollegen und Kolleginnen. Und natürlich ein kontinuierliches Verbessern durch regelmäßiges Feedback für die Auszubildenden und Studierenden.

Ergänzt werden diese Maßnahmen in unseren Partnerunternehmen durch regelmäßige Schulungen. Denn diese sozialen Kompetenzen lassen sich nur kontinuierlich entwickeln. Sie geben den Azubis Sicherheit, damit sie nicht mehr als unverschämt gesehen werden.

Die Ausbilder-Workshops und Auszubildenden-Seminare werden parallel zur Ausbildung abgehalten. Alle Azubis im Unternehmen erhalten rollierend während der kompletten Ausbildung die gleichen Inhalte. So wissen auch die Ausbilder, was sie voraussetzen dürfen.

 

Fehler machen – Feedback geben

Wichtig ist, dass nicht das „Fehler machen“, falsch ist, sondern der Umgang damit. Wie sie mit der Situation und dem Lernen aus dem eigenen Fehlverhalten zielführend umgehen, ist wichtig.

Die junge Generation Y oder Z oder die neuen Alphas, keiner begeht bewusst Fehler. Im Gegenteil, meistens erhalte ich spannende und bedachte Aussagen beim Hinterfragen des Geschehenen.

Gehen wir mal davon aus, dass wir alle nicht gerne Fehler machen. Gleichzeitig sind wir oft in unserem eigenen Gedanken-Karussell gefangen.

Deshalb ist eine gewisse Sicherheit durch Vorgaben oder bereits erlebte Situationen für alle wichtig und hilfreich.

Helfen Sie Ihren Auszubildenden mit einem offenen Ohr für deren Erklärungen, denn nur wer verstehen will, wird anschließend gehört.

 

Eine gesunde Feedbackkultur ist elementar für Ihre erfolgreiche Unternehmenskultur.

Erarbeiten Sie mit uns gemeinsam Lösungen, um Ihren Auszubildenden mehr Sicherheit zu geben.

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AUSzuBILDUNG bildet Ihre Fachkräfte von morgen
Mit einer vernetzten Ausbildung von Ausbildern in den Themen:

Suchtprävention, Recruiting, Kommunikation, Konfliktmanagement, Persönlichkeitsentwicklung, Umgangsformen, Präsentationstraining, Auftreten und Erscheinungsbild, Motivation, Stress- und Zeitmanagement, Interkulturelles, Lernen lernen, Didaktik, digitale Kompetenzen, Gesprächsführung, Rollenverständnis, Beurteilungswesen, u.v.m.

und Auszubildenden:

Suchtprävention, Kommunikation, Konfliktmanagement, Persönlichkeitsentwicklung, Teamtraining, Umgangsformen, Telefontraining, Verkaufstraining, Präsentationstraining, Auftreten und Erscheinungsbild, Motivation, Stress- und Zeitmanagement, Interkulturelles, Lernen lernen, Rollenwechsel, Finanzcoaching, Projektmanagement, u.v.m.

Simone Oßwald, Chefin der AUSZUBILDUNG

Für Sie an der Tastatur

Simone Oßwald

Kreative Blog- und Buchautorin, humorvolle Trainerin und von Herzen Coach für soziale Kompetenzen...
... und der Kopf hinter dem AUSzuBILDUNGs-Konzept.

https://so-beratung.de/

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